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20  02 2011

Vorsicht beim Autokauf im Internet

Schon mehr als 90 Prozent aller zum Kauf angebotenen Oldtimer und Gebrauchtwagen sind mittlerweile im Internet zu finden. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn nirgendwo ist es einfacher einen Überblick über fast das gesamte Angebot zu erhalten, Preise und Fahrzeugzustände zu vergleichen und Kontakt mit potenziellen Verkäufern aufzunehmen.

Doch Vorsicht! Das vermeintlich bequem und einfach entdeckte „Schnäppchen“ kann sich schnell zum „teuren Abenteuer“ entpuppen. Immer wieder tauchen unseriöse Anbieter auf, die versuchen die Kaufinteressenten um ihr Geld zu betrügen.

Um dieser Internet-Kriminalität einen Riegel vorzuschieben hat der ADAC gemeinsam mit mobile.de, autoscout24 und der Polizei die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ gegründet. Außerdem gibt der ADAC in Heft2/Feb2011 seiner Mitgliederzeitung „Motorwelt“ einige Tipps zum Autokauf im Internet.

Leisten sie niemals Vorkasse
Gerade der Bargeldtransfer an Gesellschaften wie „Western Union“ oder „Moneygram“ kann sich schnell als Falle entpuppen. Das Geld wird von ihnen bar auf das Konto des Betrügers transferiert. Dieser kann es im Ausland bar abheben und damit verschwinden, ohne ihnen das Auto zu liefern.

Auch bei „exotischen“ Verschiffungsgesellschaften und Treuhandservices sollten sie vorsichtig sein.

Diese Gesellschaften versprechen ihr Geld erst nach Lieferung des Fahrzeugs an den Verkäufer weiterzuleiten. Sobald ihre Zahlung eingegangen ist kann das Unternehmen zusammen mit ihrem Geld verschwunden sein. Bei dieser Art von Service sollten sie wirklich nur den namhaften und bekannten Unternehmen vertrauen.

Eine aktuelle Liste bekannter betrĂĽgerischer Treuhandservices und Verschiffungsgesellschaften finden sie hier.

Verlassen sie sich nicht auf per Email zugeschickte Dokumente
Amtliche Dokumente und Zulassungsbescheinigungen lassen sich per Grafikprogramm recht einfach manipulieren.

Doch auch auf die Verkäufer von Fahrzeugen laueren im Internet einige Fallen.

Verkaufsbestätigungen per Email gelten vor Gericht als Annahme des Angebotes
Haben sie sich mit einer derartigen „Verkaufszusicherung“ erst mal an einen bestimmten Käufer gebunden kann dieser versuchen nachträglich den Kaufpreis zu drücken. Sollten sie zu keinen weiteren Preisnachlässen bereit sein lässt der Käufer sie eben erst mal eine Weile zappeln. An einen anderen Käufer können sie ja nicht verkaufen ohne eine Schadenersatzklage zu riskieren. Um derartigen Praktiken zu begegnen empfiehlt es sich dringend dem Käufer schriftlich eine Frist für die Bezahlung und Abholung des Fahrzeugs zu setzen.

SchĂĽtzen sie ihre Versicherungsdaten und ihr KFZ-Kennzeichen
Vermeintliche Kaufinteressenten versuchen ihnen Angaben zu ihrem Versicherungsschutz wie Versicherungsanbieter und Versicherungskosten (Tarif) zu entlocken. Zusammen mit ihrem Kennzeichen können Betrüger jetzt Werkstattrechnungen wie bspw. Glasbruch zusammen mit einer gefälschten Abtrittserklärung bei ihrer Versicherung einreichen. Einige Zeit später informiert ihre Versicherung sie dann per Brief über die Begleichung der eingegangenen Werkstattrechnung im Rahmen ihrer Kaskoversicherung. Das Geld ist dann schon geflossen und die Betrüger über alle Berge.

Weitergehende Informationen zum Thema „Autokauf im Internet“ finden sie auf der Website der Initiative "Sicherer Autokauf im Internet"

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